Alternierende Hemiplegie
Definition
Die alternierende Hemiplegie ist eine seltene neurologische Störung, bei der es wiederholt zu Lähmungserscheinungen (Hemiplegien) auf wechselnden Körperseiten kommt. Die Anfälle beginnen häufig im Kindesalter.
Ursache
Meist genetisch bedingt – insbesondere Mutationen im ATP1A3-Gen. Dieses Gen spielt eine zentrale Rolle bei der Funktion von Nervenzellen.
Symptome
- Wechselnde halbseitige Lähmungen (können Minuten bis Tage dauern)
- Abnorme Augenbewegungen, Dystonien, Ataxien
- Kognitive Entwicklungsverzögerungen
- Anfälle treten oft in Ruhe auf und bessern sich im Schlaf
Verlauf
Chronisch, meist mit zunehmenden neurologischen Symptomen. Häufig treten auch permanente neurologische Defizite auf.
Therapie
Keine Heilung möglich.
Behandlung symptomatisch, z. B. mit Flunarizin zur Anfallsreduktion. Wichtig sind auch physiotherapeutische und unterstützende Maßnahmen.
Besonderheit
Da die Anfälle typischerweise während des Schlafs aufhören, ist dies ein wichtiges diagnostisches Kriterium.